Jičín / Palladium der Stadt
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Auf dem Nebenaltar der St.-Ignatius-Kirche befindet sich seit 1643 das Gnadenbild der Gottesmutter von Jičín (genannt Gottesmutter "Rušánská").

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Es handelt sich um eine kleine Ikone von osteuropäischer Herkunft, sie wird für das Palladium der Stadt gehalten. Sie ist von Hunderten von Geschichten und erstaunlichen Wundern umwoben.  

Allein die Herkunft des Bildes ist rätselhaft. Die Chronik des Jičíner Jesuitenkollegs erwähnt einen nichtkatholischen Prediger, der das Bild aus einer Kirche im Moskauer Gebiet mitbrachte. Als dieser Prediger auf dem Sterbebett lag, vererbte er das Bild und sein Eigentum seinem Sohn, ebenfalls ein Prediger. Der bekam "durch häufiges Ansehen des Bildes" Gottes Erleuchtung und trat zum Katholizismus über. Der polnische Priester Matthias Hentz erhielt von diesem das Bild als wertvolles Geschenk und brachte es nach Böhmen als er Pfarrer in Dobrovice bei Mladá Boleslav wurde. Aus Drängen und Bitten des berühmten Jesuiten Nicolaus Lancicius schenkte es Matthias Hentz 1637 dem Rektor des Jičíner Jesuitenkollegs P. Konrad Stadlhoffer für den Kirchenschatz von St. Ignatius. 

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Als die St.-Ignatius-Kirche im Mai 1643 von der schwedischen Armee unter General Wittenberg ausgeplündert und aus dem linken Nebenaltar der Mariä Verkündigung, die mit Gold und Silber leuchtende Statue der Gottesmutter, genannt "Foyenská", gestohlen wurde, wurde auf diese Stelle 1643 das kleine Tafelbild von der Gottesmutter "Rušánská" gesetzt. Bald geschahen um dieses Bild merkwürdige Ereignisse. Man sprach über Wunderheilungen, Gottes Schutz in verschiedenen Gefahren und andere Wunder, die dieses Bild der schwarzen Madonna bewirkte. Infolgedessen wurde Jičín im 18. Jahrhundert einer der bedeutendsten marianischen Wallfahrtsorte des barocken Tschechie, wohin alljährlich bis 40 000 Pilger strömten.