Jičín / Historische Stadt
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Jičín ist ein bedeutendes Kulturzentrum des Böhmischen Paradieses 

Auf dem Platz der heutigen Gemeinde Staré Místo wurde Mitte des 13. Jahrhunderts die Ortschaft Starý Jičín gegründet, die zur Wende des 13. und 14. Jahrhunderts zur Stadt erhoben wurde. Aufgrund der ungeeigneten Lage wurde jedoch das Zentrum der neu entstehenden Stadt auch mit ihren Stadtrechten ins Gebiet des heutigen Jičín verlegt. Die erste schriftliche Erwähnung über Jičín geht auf das Jahr 1293 zurück. 


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Anfang des 14. Jahrhunderts verkauft Johann von Luxemburg die Stadt Jičín an das Geschlecht der Wartenberger und bis 1620 herrschen hier die Familie Trčka von Lípa und das Geschlecht der Smiřický. Die größte Blüte erlebte die Stadt unter der Herrschaft von Albrecht Wenzel Eusebius von Wallenstein, welcher plante Jičín als seine Residenzstadt zu gestalten. Die barock komponierte Landschaft, an der bedeutende italienische Architekten arbeiteten, wurde nicht komplett realisiert.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde sie ein wichtiges Schlachtfeld des preußisch-österreichischen Krieges 1866.

Jičín ist ein bedeutendes Kulturzentrum des Böhmischen Paradieses und es wurde zur Stadtdenkmalzone erkärt. Zu den untrennbaren Bestandteilen des Wallensteinplatzes mit vielen historischen Gebäuden und einzigartigen Arkadengängen rund um den Stadtplatz gehören das Valdicer Tor, die St.-Jakobus-Kirche, das Wallensteinschloss mit dem anliegenden Park und in seiner Nähe auch die gotische St.-Ignatius-Kirche.

Eine wichtige Roe in der Stadtgeschichte spieten auch die hiesige jüdische Gemeinde und ihre bedeutenden Mitglieder. Nennenswert sind vor allem der Schriftsteller Karl Kraus und Wallensteins Finanzier Jacob Bashevi. Die wichtigsten jüdischen Sehenswürdigkeiten stellen die Synagoge in der Nähe der Judengasse und das Gebäude der ehemaligen jüdischen Schule dar.

In der heutigen Zeit ist die Stadt vor allem wegen dem Festival "Jičín - Stadt des Märchens" berühmt, welches u. a. an die Tradition von Václav Čtvrtek und Radek Pilař anknüpft, welche die Märchenfigur des bekannten Schusters und Räubers Rumcajs erschufen.